Seminar / Kurs

OT-Security Assessments: Schutz kritischer Infrastrukturen in der Industrie in Köln

Inhalte

  • Einführung in OT-Security
    • Was ist OT-Security und warum ist sie wichtig?
      • Definition und Hintergrund: OT (Operational Technology) umfasst Hardware und Software, die industrielle Prozesse steuert und überwacht. Die Sicherheit dieser Systeme, OT-Security, zielt darauf ab, diese kritischen Infrastrukturen vor Cyberangriffen zu schützen.
      • Bedeutung und Unterschiede zu IT-Security: Während IT-Security den Schutz von Daten in Informationssystemen fokussiert, konzentriert sich OT-Security auf die Sicherstellung der Betriebskontinuität in industriellen Umgebungen.
      • Anwendungsbereiche: Branchen wie Energie, Wasserwirtschaft, Fertigung und Transport, wo OT-Security von entscheidender Bedeutung ist.

  • Grundlagen der OT-Sicherheitsbewertung
    • Risikoanalyse in OT-Umgebungen
      • Identifikation von Bedrohungen: Erkennen von spezifischen Bedrohungen für OT-Systeme, einschließlich Malware, Insider-Bedrohungen und physische Angriffe.
      • Schwachstellenbewertung: Einführung in Methoden zur Identifizierung von Schwachstellen in OT-Systemen, z.B. durch Schwachstellen-Scans und Penetrationstests.
      • Risikobewertung: Bewertung der identifizierten Risiken basierend auf ihrer Wahrscheinlichkeit und potenziellen Auswirkungen auf die Betriebsprozesse.

  • Regulatorische Anforderungen und Standards
    • Überblick über relevante Standards
      • NIST Cybersecurity Framework: Einführung in das NIST-Framework und dessen Anwendung auf OT-Security.
      • IEC 62443: Erklärung des internationalen Standards für die Sicherheit von industriellen Automatisierungs- und Steuerungssystemen.
      • ISO/IEC 27001: Wie die Norm für Informationssicherheitsmanagement auf OT-Umgebungen angewendet werden kann.

  • Praxisübung 1: Durchführung einer grundlegenden Risikoanalyse
    • Ziel der Übung: Anwendung der erlernten Techniken zur Durchführung einer Risikoanalyse in einer simulierten OT-Umgebung.
      • Projektbeschreibung: Die Teilnehmer analysieren eine Beispiel-OT-Umgebung, identifizieren Bedrohungen und Schwachstellen und bewerten die Risiken.
      • Anforderungen: Nutzung von Risikoanalyse-Tools, Dokumentation der identifizierten Risiken und Schwachstellen.

    • Tools: Risikoanalyse-Software, Dokumentations-Tools.
    • Ergebnisse und Präsentation:
      • Präsentation der Risikoanalyse: Teilnehmer zeigen ihre Analyseergebnisse und diskutieren die identifizierten Risiken.
      • Diskussion und Feedback: Analyse der Ergebnisse, Austausch von Feedback und Empfehlungen zur Risikominderung.

  • Fortgeschrittene Sicherheitsbewertungsmethoden
    • Penetrationstests in OT-Umgebungen
      • Unterschiede zu IT-Penetrationstests: Besonderheiten bei der Durchführung von Penetrationstests in OT-Umgebungen, einschließlich der Berücksichtigung von Sicherheits- und Betriebsrisiken.
      • Methoden und Tools: Einführung in spezialisierte Tools für OT-Penetrationstests, z.B. Nessus, Nmap und Metasploit.
      • Simulation von Angriffsszenarien: Entwicklung von Angriffsszenarien, um die Robustheit der OT-Systeme zu testen.

  • Schwachstellenmanagement in OT-Systemen
    • Schwachstellenbewertung und -behebung
      • Erkennung und Priorisierung: Prozesse zur kontinuierlichen Identifizierung und Bewertung von Schwachstellen in OT-Systemen.
      • Patch-Management: Best Practices für das Patchen von OT-Systemen, einschließlich der Planung und Umsetzung von Patches ohne Betriebsunterbrechungen.
      • Kontinuierliches Monitoring: Einführung in die Implementierung von Monitoring-Systemen, um neue Schwachstellen und Angriffe frühzeitig zu erkennen.

  • Implementierung von Sicherheitskontrollen
    • Sicherheitsarchitekturen für OT-Systeme
      • Segmentierung von Netzwerken: Einführung in die Netzwerkssegmentierung als Maßnahme zur Begrenzung der Auswirkungen von Sicherheitsvorfällen.
      • Einführung von Firewalls und IDS/IPS: Integration von Sicherheitskontrollen wie Firewalls und Intrusion Detection/Prevention Systems in OT-Umgebungen.
      • Sicherheitsrichtlinien und -verfahren: Entwicklung und Implementierung von Richtlinien zur Sicherung der OT-Infrastruktur.

  • Praxisübung 2: Durchführung eines Penetrationstests in einer OT-Umgebung
    • Ziel der Übung: Anwendung der erlernten Techniken zur Durchführung eines Penetrationstests in einer simulierten OT-Umgebung.
      • Projektbeschreibung: Die Teilnehmer führen einen kontrollierten Penetrationstest durch, identifizieren Schwachstellen und entwickeln Gegenmaßnahmen.
      • Anforderungen: Nutzung von Penetrationstest-Tools, Dokumentation der gefundenen Schwachstellen und Empfehlungen zur Behebung.

    • Tools: Nessus, Nmap, Metasploit.
    • Ergebnisse und Präsentation:
      • Präsentation des Penetrationstests: Teilnehmer zeigen ihre Testergebnisse und diskutieren die identifizierten Schwachstellen und möglichen Abhilfemaßnahmen.
      • Diskussion und Feedback: Analyse der Ergebnisse, Austausch von Feedback und Vorschläge zur Verbesserung der Sicherheitsarchitektur.

  • Entwicklung und Implementierung von Sicherheitsstrategien
    • Erstellung eines OT-Sicherheitsplans
      • Strategische Planung: Entwicklung einer umfassenden OT-Sicherheitsstrategie, die Risikoanalyse, Schwachstellenmanagement und Notfallplanung umfasst.
      • Notfallmaßnahmen und Wiederherstellungsstrategien: Erstellung von Plänen für den Umgang mit Sicherheitsvorfällen und die Wiederherstellung nach einem Angriff.
      • Schulung und Sensibilisierung: Entwicklung und Implementierung von Schulungsprogrammen zur Sensibilisierung der Mitarbeiter für OT-Security.

  • Best Practices und Fallstudien
    • Analyse von realen Sicherheitsvorfällen
      • Studien von OT-Security-Vorfällen: Detaillierte Analyse bekannter Sicherheitsvorfälle in OT-Umgebungen, z.B. Stuxnet, Triton und BlackEnergy.
      • Lernpunkte und Präventionsstrategien: Ableitung von Best Practices aus der Analyse von Sicherheitsvorfällen zur Vermeidung ähnlicher Ereignisse.
      • Implementierung von Lessons Learned: Übertragung der Erkenntnisse aus den Fallstudien in die eigene Sicherheitsstrategie.

  • Zukunftstrends und Herausforderungen in der OT-Security
    • Zunehmende Bedrohungen und Technologische Entwicklungen
      • Neue Angriffsvektoren: Diskussion über aufkommende Bedrohungen und Schwachstellen, die durch neue Technologien wie IoT in OT-Umgebungen entstehen.
      • Cyber-Physical Systems Security: Einführung in die Sicherheitsherausforderungen, die durch die zunehmende Integration von OT-Systemen mit IT und IoT entstehen.
      • Zukünftige Best Practices: Diskussion über die Weiterentwicklung von Best Practices, um zukünftige Sicherheitsanforderungen zu erfüllen.

  • Praxisübung 3: Entwicklung eines umfassenden OT-Sicherheitsplans
    • Ziel der Übung: Anwendung der erlernten Techniken zur Entwicklung eines umfassenden OT-Sicherheitsplans für eine simulierte industrielle Umgebung.
      • Projektbeschreibung: Die Teilnehmer erstellen einen Sicherheitsplan, der alle Aspekte von OT-Security abdeckt, einschließlich Risikomanagement, Schwachstellenmanagement und Notfallplanung.
      • Anforderungen: Erstellung eines detaillierten Plans, der die Sicherheitsstrategie, Notfallmaßnahmen und Schulungsprogramme umfasst.

    • Tools: Dokumentations-Tools, Risikoanalyse-Software.
    • Ergebnisse und Präsentation:
      • Präsentation des Sicherheitsplans: Teilnehmer zeigen ihre entwickelten Pläne und diskutieren die enthaltenen Strategien und Maßnahmen.
      • Diskussion und Feedback: Analyse der Pläne, Austausch von Feedback und Vorschläge zur weiteren Verbesserung.

LernzieleAm Ende des Seminars sind die Teilnehmenden in der Lage, OT-Security Assessments durchzuführen, Risiken zu bewerten und geeignete Sicherheitsmaßnahmen in industriellen Umgebungen zu implementieren. Sie lernen, wie sie Schwachstellen identifizieren, Penetrationstests durchführen und umfassende Sicherheitspläne entwickeln.ZielgruppenDieses Seminar richtet sich an IT-Sicherheitsfachkräfte, OT-Sicherheitsbeauftragte und technische Fachkräfte, die in der Sicherung von industriellen Steuerungssystemen tätig sind. Grundlegende Kenntnisse in IT-Sicherheit und industrielle Automatisierung sind erforderlich.
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Termine und Orte

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Köln, DE
26.10.2026 - 28.10.2026 21 h 21 h Details Details Jetzt buchen
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03.05.2027 - 05.05.2027 21 h 21 h Details Details Jetzt buchen
16.08.2027 - 18.08.2027 21 h 21 h Details Details Jetzt buchen
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SG-Seminar-Nr.: 9254472

Anbieter-Seminar-Nr.: 4549

Termin

03.05.2027 - 05.05.2027

Schulungszentrum der GFU Cyrus AG
Am Grauen Stein 27
51105 Köln

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  • Deutsch
    • Keine
  • 21 h
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