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Erfahrungen aus unserer Auditpraxis zeigen, dass es in großen Unternehmen häufig Energieeinsparpotentiale in einer Größenordnung von 10 bis 20 % gibt. Neben produktionsspezifischen Einsparpotentialen wie z. B. der Nutzung von Abwärme liegen Potentiale vielfach im Bereich der Querschnittstechnologien Druckluft, Wärmeversorgung, Beleuchtung, Lüftungs- und Kältetechnik.
Auch durch organisatorische Maßnahmen wie der Anpassung der Anlagenbetriebszeiten kann in Betrieben mit wenig Aufwand Energie eingespart werden. Nach Art. 8 der europäischen Energieeffizienzrichtlinie (2012/27/EU, EED) und der deutschen Umsetzung im Gesetz für Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen (EDL-G) sind nunmehr alle Nicht-KMU verpflichtet, Energieaudits nach EN 16247 durchzuführen, die von qualifizierten Fachexperten, Energieauditoren oder Energieberatern abgenommen werden müssen. Alternativ kann ein EnMS nach ISO 50001 oder UMS nach EMAS betrieben werden. Diese Regelung gilt auch für das gesamte nicht-produzierende Gewerbe, also Handel, Banken, Tourismus, Versicherungen, private Krankenhäuser und alle anderen Dienstleister. Auch große Unternehmen aus der Industrie, die bisher kein Energiemanagement betrieben haben, müssen die Anforderungen erfüllen.
Die Norm EN 16247-1 und ihre Teile 2 bis 4 definieren Merkmale eines qualitativ guten Energieaudits und legen die Anforderungen an ein Energieaudit und die entsprechenden Pflichten innerhalb des Auditprozesses fest.
Aufgaben des EnergieauditorsDer Energieauditor ist für die systematische Planung, Durchführung und Dokumentation von Energieaudits nach DIN EN 16247 zuständig. Er hilft bei der Reduzierung des Energieverbrauches und unterstützt Unternehmen bei der Identifizierung von geeigneten Einsparmaßnahmen.
Als Energieeffizienz-Experten gelistete Energieauditoren profitieren von BAFA-geförderten Energieaudits.
InhaltVorbereitung des Energieaudits nach EN 16247/ISO 50002
Planen des Energieaudits
Optimierung von Querschnittstechnologien
Vorgehen beim Vor-Ort-Besuch
Wirtschaftlichkeit (Methoden zur Investitionsrechnung, Kapitalwertmethode, Lebenszykluskostenanalyse) und Fördermittelübersicht
Beratungsbericht und Monitoring des Energieverbrauchs gem. EN 16247-1
Erfassung und Ausweisung von Emissionen
Energiedatenanalyse und Kennzahlen
Nutzerverhalten (geringinvestive Maßnahmen)
Einsparpotentiale ableiten und Einsparkonzept erstellen
Ergebniszusammenfassung
Sie lernen, effektiv Energieaudits nach der DIN EN 16247 / ISO 50002 in Unternehmen durchzuführen. Sie sind in der Lage, die Energiesituation eines Unternehmens systematisch zu ermitteln, zu bewerten und daraus resultierend einen Energiebericht zu erstellen, der die Anforderungen des EDL-G erfüllt.
QualifikationDer Kurs berücksichtigt die Qualifikationsanforderungen, die in der Norm 16247-5 und vom BAFA an Energieauditoren gestellt werden.
Nach erfolgreich bestandener Prüfung erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat. Ohne das Ablegen einer Prüfung oder bei Nichtbestehen wird eine Teilnahmebestätigung ausgestellt.
Der Lehrgang ist anerkannt als Zusatzqualifikation für das Förderprogramm „Nichtwohngebäude, Anlagen und Systeme“ des BAFA.
Erfahrungen aus unserer Auditpraxis zeigen, dass es in großen Unternehmen häufig Energieeinsparpotentiale in einer Größenordnung von 10 bis 20 % gibt. Neben produktionsspezifischen Einsparpotentialen...
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