Die Frage, ob und weshalb der Auftragnehmer zusätzliche Vergütung verlangen kann, entscheidet regelmäßig über den wirtschaftlichen Erfolg eines Projekts. Das Seminar vermittelt den Teilnehmern das "Handwerkszeug" für einen rechtssicheren Umgang mit Sach- und Störungs- bzw. Bauzeitnachträgen. Dazu gehört ein klares Verständnis der rechtlichen, baubetrieblichen und kalkulatorischen Grundlagen und ihres interdisziplinären Ineinandergreifens. Aus den Entscheidungen des BGH vom 26.10.2017, 08.08.2019 und 30.01.2020 ergeben sich insoweit wesentliche und neue Anforderungen für die Praxis. Anhand zahlreicher baubetrieblicher Fallbeispiele und Praxisfälle werden unter Berücksichtigung der aktuellsten Rechtsprechung alle zentralen rechtlichen, baubetrieblichen und praktischen Fragen im Zusammenhang mit der Aufstellung und Abrechnung von Nachträgen und Aufbereitung gestörter Bauabläufe einerseits aber auch der Nachtragsprüfung bzw. -abwehr (Stichwort Anti-Claimmanagement) andererseits beantwortet - einschließlich Nachweis- und Dokumentationsanforderungen. Nützliche Praxistipps zur Vertragsgestaltung und Nachtragskalkulation runden das Seminar ab.
Tag 1:
- Rechtliche Grundlagen1.1 Bauzeit, Termine und Fristenregelungen1.2 Verzug1.3 Vertragsstrafe und sonstige Ansprüche des Auftraggebers
- Behinderung/Bauablaufstörung2.1 Bauablaufbezogene Darstellung (Methoden)Dokumentationserfordernisse2.2 Behinderungsanzeige2.3 Nachweispflichten des Auftragnehmers2.4 Kausalität und Leistungsbereitschaft des Auftragnehmers2.5 Umgang mit Zeitreserven (Puffer)
- Anspruchsgrundlagen und Anspruchsvoraussetzungen bei Nachträgen wegen gestörtem Bauablauf ( 2 Abs. 5 VOB/B,6 Abs. 6 VOB/B,642 BGB)3.1 Anspruch aus2 Abs. 5 VOB/B3.2 Anspruch aus642 BGB3.3 Anspruch aus6 Abs. 6 VOB/B
- Bauzeitverlängerungsansprüche
- Anspruchshöhe5.1 Anforderungen an die Kostenermittlung5.2 Umgang mit AGK
Tag 2:
- Vertrags- und Vergütungstypen (Chancen und Risiken)
- Anspruchsgrundlagen und Anspruchsvoraussetzungen Sachnachträge
- Anspruchsgrund3.1 Bausollbestimmung3.1.1 Auslegungsgrundsätze und Kriterien der Bausollermittlung3.1.2 Umgang mit Widersprüchen und Funktionalklauseln3.1.3 Besonderheiten bei öffentlichen Auftraggebern3.1.4 Rangregeln3.2 Bau-IST
- Anspruchshöhe4.1 Analyse der Ur-Kalkulation (Spekulationen bei Deckungsbeitragsanteilen verstecken/aufdecken)4.2 Spekulative Einheitspreise, was ist zu beachten?4.3 Ausgleichsberechnung beim EP-Vertrag4.4 Umgang mit Deckungsanteilen bei Nachträgen4.5 Üblicher Preis oder Preisfortschreibung gem.2 Abs. 5 VOB/B
Die Frage, ob und weshalb der Auftragnehmer zusätzliche Vergütung verlangen kann, entscheidet regelmäßig über den wirtschaftlichen Erfolg eines Projekts. Das Seminar vermittelt den Teilnehmern das "Han...
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