Wer Maschinen oder maschinelle Anlagen herstellt (auch für den Eigenbedarf), muss nachweisen können, dass diese dem europäischen Maschinenrecht entsprechen und CE-konform sind – sonst kann es im Ernstfall teuer werden. Wenn man Maschinen importiert oder als Betreiber wesentlich verändert, gilt das Gleiche: Man wird rechtlich gesehen zum Hersteller – mit allen Pflichten und Haftungsrisiken aus den geltenden Rechtsakten. Aber um welche Anforderungen geht es genau? Welche technische Dokumentation muss man besorgen oder erstellen, um die CE-Konformität nachzuweisen? Und: Welche Sanktionen ergeben sich für die Unternehmen, welche das Maschinenrecht nicht einhalten? Kompetente Antworten auf alle Fragen liefert das eintägige Praxisseminar.
Ziele & Nutzen
Die Teilnehmenden
- kennen die Anforderungen des europäischen Maschinenrechts und wissen, welche Vorschriften für welche Maschinenart gelten – so erfüllen sie gezielt die Pflichten, die ihre Maschine betreffen.
- wissen, was sie tun müssen, um die CE-Konformität nachzuweisen: von der Recherche zu Rechtsakten und Normen über die Technische Dokumentation bis zur EU-Konformitätserklärung.
- erfahren, welche rechtlichen Konsequenzen ihnen oder ihren Unternehmen im Falle eines Falles drohen - und wie sie das Haftungsrisiko minimieren.
Methodik
Kombination aus Fachvortrag, Praxisbeispielen, Erfahrungsberichten und Diskussionsrunde.
Inhalte
Grundlagen des europäischen Maschinenrechts
- Einordnung von Maschinen im Produktsicherheitsrecht
- Anwendungsbereich und Ausnahmen
- Was ist eine Maschine
- Kriterien, Begriffsdefinitionen: Maschinen, unvollständige Maschinen, Gesamtheit von Maschinen (Anlagen), Sicherheitsbauteile, Lastaufnahmemittel, auswechselbare Ausrüstung
- Wer bringt in den Verkehr? Wer nimmt in Betrieb?
- Hersteller, Bevollmächtigte, Händler, Importeure
- Der Betreiber als Hersteller
Eigenprojektierung, wesentliche Veränderung von Maschinen
- Pflichten der Hersteller/Betreiber von Maschinen
- Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen aus dem Maschinenrecht
- Abgrenzung und Schnittstellen zu anderen Rechtsakten, z.B. Niederspannungsrichtlinie, EMV
CE, EU-Konformität und Dokumentation
- Recherche und Prüfung zu anwendbaren Rechtsakten,
- Anforderungen der relevanten Bereiche
- Normenrecherche: Ermittlung anwendbarer Normen, harmonisierte Normen, Konformitätsvermutung
- Risikobeurteilung: Vorgehen in 5 Schritten
- Betriebs-/Montageanleitung: Anforderungen an Inhalt, Form, Struktur, Sprache/Übersetzung
- Zusammenstellung der technischen Unterlagen: erforderliche Dokumente, Aufbewahrungsfristen/Archivierung
- Konformitätsbewertungsverfahren, EU-Konformitätserklärung oder Einbauerklärung
- Zukauf von (Teil-)Maschinen: Wer muss was prüfen? Auf welche Dokumente hat der Käufer Anspruch?
- Interne CE-Organisation: Verantwortlichkeiten, Schnittstellen
Folgen von Rechtsverstößen, Haftungsrisiken
Teilnehmerkreis
Geschäftsführer/-innen, Technische Leiter/-innen, Leiter/-innen Technische Dokumentation, Entwicklungs-/Konstruktions-/Produktionsleiter/-innen, CE-Beauftragte, Technische Redakteur/-innen, Qualitätsmanager/-innen, Betriebsleiter/-innen, Leiter/-innen Instandhaltung
Wer Maschinen oder maschinelle Anlagen herstellt (auch für den Eigenbedarf), muss nachweisen können, dass diese dem europäischen Maschinenrecht entsprechen und CE-konform sind – sonst kann es im Ernstf...
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